Geschichte Teutonicas

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  • Die legendäre Geschichte unseres Landes! Eine Geschichte, die jedes noch so kleine Kind schon kennt und die der Spieler letztlich mit jeder seiner Taten fortführt.
    Die Geschichte Teutonicas ist bewusst so angelegt, dass es Städten gut möglich ist, sich darin einzufügen, aber ebensogut möglich ist, davon unabhängig zu bleiben.

    Doch lasst uns dem Chronisten das Wort übergeben

    [Du und einige andere Menschen haben sich heute Abend in der kleinen Stube des Chronisten eingefunden, um etwas über die Geschichte Teutonicas zu erfahren. Der Chronist, ein greiser Mann in einer einfachen, dunklen Robe bedeutet der Runde, auf einer der aufgestellten Bänke Platz zu nehmen. Er nimmt die Pfeife aus dem Mund und legt sie auf den Kamin. Dann nimmt er einen Schluck aus einem Tonkelch und wendet sich euch zu ]
    Willkommen heiße ich euch, Fremde, die ihr gekommen seid um mehr über die Geschichte dieses Landes zu erfahren.
    Ich bin der letzte Chronist - ihr werdet also kein Ammenmärchen vorgesetzt bekommen, sondern Tatsachen erfahren, die ich und meine Vorgänger zusammengetragen haben.
    Bin ich allwissend? Nein, beim Hanserat, das bin ich nicht. Doch hört gut zu, denn dieses Land hat schreckliche Dinge erlebt.
    Ihr wisst, wovon ich rede, sonst wärt ihr nicht hier: Vom 'Licht', vom großen Ende aller Zivilisationen, von einem kataklysmischen Ereignis, das nie hätte stattfinden dürfen. Fünf Jahre ist es her, und außer unserem teuren Königshaven steht kaum noch eine Stadt im ganzen Land. Es wird die große Aufgabe unserer Zeit, Teutonica wieder aufzubauen. Neue Siedler werden aus allen Ecken der Welt ankommen, sich hier niederlassen und neue Städte gründen.
    Ihr fragt euch, was das 'Licht' war. Ihr fragt euch, was vorher war. Ich will es euch erzählen.

    [Der Chronist setzt sich euch gegenüber auf den großen Stuhl vor dem Kamin]

    Lasst mich am Anfang beginnen.
    Diese Lande werden schon seit tausenden von Jahren besiedelt. Die ersten Nomaden sind vermutlich über die Gebirgszüge im Norden nach Teutonica eingewandert und haben dort ihre Herden geweidet.
    Über die Jahre wurden die Menschen sesshafter und zahlreicher. Der Ackerbau wurde erfunden. Dörfer entstanden. Die Bauten wurden größer und prachtvoller und die ersten Zivilisationen entstanden.
    Legendär sind bis heute die Mauern von Kerhim, noch heute sagt man: "Diese Wand steht fester als die Mauern von Kerhim". Zu gern hätte ich sie mit meinen eigenen Augen gesehen! Aber der letzte Stein dieser Mauern wurde schon vor mehreren hundert Jahren abgetragen.
    Ja, ihr macht zurecht große Augen! Wie kann es sein, dass die mächtigsten Mauern in ganz Teutonica einstürzen und abgetragen werden? Nun, ich bin kein Politiker. Aber ich habe genügend Jahre auf dem Rücken, um die Menschen zu kennen. Und Menschen sind unverbesserlich.
    Als vor etwa 300 Jahren aus den ehemaligen Nomadenstämmen über die Jahrhunderte zahlreiche wohlhabende Zivilisationen geworden waren, die Menschen immer zahlreicher und der technologische Fortschritt immer schneller wurde, kam Neid auf. Kriege wurden geführt, Mauern eingerannt, und ein Ende nahm das ganze erst, als weite Teile von Teutonica in Trümmern lagen. Dieser Krieg hat deshalb von den Chronisten der Zeit den Namen 'Trümmerkrieg' erhalten, damit sich alle an die Zerstörungen errinnern würden und es der letzte seiner Art bleiben sollte. Aber Menschen sind unverbesserlich.

    Denn schon we.. - Ihr fragt mich, wie es Königshaven und der Hanse im 'Trümmerkrieg' ergangen ist?

    [Der Chronist wendet sich an den Fragenden ]

    Die Hanse gab es damals noch nicht, mein Freund. Königshaven hat seinen Namen daher, dass es ein kleines Königreich war - und was den Krieg angeht - nun, wir hatten Glück. Dank ihrer Lage mitten im Ozean blieb die Stadt vom Schlimmsten verschont. Und doch hatte der Krieg und die folgende Zeit des Wiederaufbaus eine wichtige Auswirkung: Schon eine Generation später wurde die Hanse gegründet. Sie war ursprünglich nicht mehr, als eine Vereinigung mehrerer einflussreicher Händlerfamilien, doch wuchs sie in den folgenden Jahrzehnten schnell an Größe und Einfluss. Das Land war zerstört und Händler mit ihren Schiffen überall gefragt. Als im Jahr 187 vor dem 'Licht' König Gustav ohne Nachkommen starb, übernahm ein Rat der Handelsfamilien die Herrschaft in Königshaven, und so ist es bis heute geblieben.

    [Er nickt wohlwollend und wendet sich wieder allen zu]

    Doch lasst mich fortfahren: Ich sprach davon, wie die Menschen nach dem 'Trümmerkrieg' hofften, dass sich dieser nie wiederholen möge. Diejenigen, die ihn miterlebt hatten, gaben ihre Erfahrungen an ihre Kinder weiter. Und diese an deren Kinder. Doch mit jeder Generation verblasste die Erinnerung an die Schrecken des Krieges, und als viele Jahre später die Spannungen zwischen den Reichen wieder wuchsen, verhallten die Warnungen der Wenigen ungehört. Neue Waffen wurden geschmiedet, Allianzen gebildet, Soldaten ins Feld geschickt. Das ist nur 65 Jahre her, ich erinnere mich, wie mir meine Eltern eines Tages sagten, dass Krieg sei. Ich habe das damals nicht verstanden, aber vielleicht war genau das der Grund, dass ich mehr darüber herausfinden wollte und Chronist geworden bin.

    [Der Chronist schüttelt den Kopf ]

    Genau Sechzig Jahre wütete der 'Zweite Krieg', wie wir ihn getauft haben. Ja, richtig, bis zum 'Licht'. Das 'Licht' war das Ende des Krieges. Und obwohl ihr Antworten sucht, muss ich euch enttäuschen. Niemand weiß genau, was das 'Licht' war, und es ist nicht wiedergekehrt. Niemand weiß genau, ob es von Menschenhand stammt und wer es eingesetzt hat. Die einfachen Leute sprechen vom Zorn der Götter, Mystiker von einem uralten Artefakt, die Kriegstreiber von einer Waffe, die nicht zu beherrschen war, und weise Leute - schweigen, wenn sie nichts wissen.
    Aber was wir wissen, sind die Auswirkungen. Und die waren gewaltig. Als vor fünf Jahren das gleißende Licht alles überstrahlte - ich saß gerade in meiner Schreibstube - war die Tinte auf dem Pergament, das ich gerade beschrieben hatte, verblasst. Ich ging sobald meine Augen wieder sehen konnten nach draußen, wo das Volk aufgeregt durch die Straßen lief. Niemand wusste, was passiert war, doch in den nächsten Jahren erfuhren wir es nach und nach.

    [Er sieht dir in die Augen ]

    Ihr wisst es bereits: Ganz Teutonica war wie leergefegt.
    Die Städte sind verschwunden, die Zivilisationen verloren. Das Wüstenreich Nor-Amon: Weggefegt. Die filigranen Bauten in Isilya? Die endlosen Weizenfelder im Mühlental? Weg. Es ist kaum vorstellbar, doch bislang konnten wir noch keine Stadt finden, die vom 'Licht' verschont geblieben wäre.

    [Der Chronist nimmt einen Schluck aus seinem Kelch, setzt sich bequemer hin und fährt nachdenklich fort ]

    Warum ist Königshaven verschont geblieben? Ich weiß es nicht, meine Freunde. Ich zerbreche mir schon seit fünf Jahren den Kopf über das 'Licht'! Vielleicht ist es menschlicher Natur, und bei seiner Benutzung ist ein Fehler unterlaufen. Vielleicht hatte doch eine Gottheit die Finger im Spiel: Und Königshaven, das statt Krieg zu führen Handel geführt hat, ist verschont geblieben. Vielleicht... aber manche Dinge behält man als alter Mann lieber für sich.
    Es ist ohnehin müßig, sich darüber weiter den Kopf zu zerbrechen - die Dinge sind nun, wie sie sind.

    [Er macht eine ausholende Geste ]

    Und wir, meine Freunde, stehen vor einer großen Aufgabe: Das Land neu zu besiedeln, Städte zu finden, die das 'Licht' überstanden haben - so es überhaupt noch Städte gibt - und die Zukunft neu zu schreiben.
    Doch das ist vor allem eure Aufgabe.
    Ich bin ein alter Mann. Ich werde meine Memoiren schreiben und bald zur letzten Fahrt in See stechen.
    Eine Sache habe ich in meinem Leben gelernt: Die Menschen sind unverbesserlich.

    [Er blickt euch der Reihe nach an ]

    Aber bleiben Menschen unverbesserlich? Werden sie wieder Krieg führen, oder miteinander auskommen? Werden sie nach Bildung, nach Geld oder nach Unterwerfung streben? Ich werde es nicht mehr erfahren.

    [Der Chronist macht eine lange Pause, in sich versunken ]

    Es ist spät geworden. Danke, dass ihr einem greisen Mann zugehört habt. Geht jetzt hinüber in die Hafenschenke, ihr müsst einen trockenen Mund haben!




    Ihr seht: Im Grunde können sich werdende Städte auf zwei Arten in die Lore von Teutonica einfügen.
    • Entweder sie sind Städte, die zur Neubesiedlung des Landes neu gegründet werden, wachsen und gedeihen (was dem Umstand entgegenkommt, dass jede Stadt bei Null anfangen wird)
    • Oder sie sind Städte, die wiederentdeckt werden und das 'Licht' auf irgendeine Weise überstanden haben.


    Es besteht natürlich weiterhin kein Zwang, sich als Stadt auf irgendeine Weise der Lore Teutonicas anzupassen - es ist ein wohlwollendes Angebot, das sehr viel Spielraum für eigenes lässt.

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